Martin Wunderle
25th June 2009, 10:20
Hallo Zusammen,

im Zuge der LN - Einführung (FP3) möchten wir die User- Berechtigungsverwaltung neu aufsetzten.

Alle User arbeiten mit dem Worktop / DEM.

Nun die Frage: Meines Erachtens gibt es zwei Möglichkeiten die
Berechtigung aufzubauen:

1. in Tools
2. im DEM
3. Tolls und DEM´s

Wer kann mir einen Rat geben, bzw. wo gibt´s Infos welche Vorteile
das eine bzw. das andere hat ?

Gruss
Martin

peturba
25th June 2009, 12:25
Hallo Martin,

nun, es ist schon fast eine "Glaubensfrage" welches Berechtigungssystem man nutzt. Vorab vielleicht noch dies: Es gibt eine ganz gute Dokumentation zu diesem Thema von Infor (U8854C US Administrator's Guide Infor Enterprise Server 8.x).

Mit Tools meinst Du sicherlich das AMS, das nutzen wir auch und sind insgesamt recht zufrieden damit. Über AMS lassen sich meiner Meinung nach die Berechtigungen einfacher und lückenloser verwalten als über das DEM. Was man evtl. vermisst, sind die grafisch dargestellten DEM-Prozesse, denn bei Verzicht auf den DEM-Einsatz sind diese nicht mehr nutzbar.

Wir hatten zuvor (FP1) auch das DEM genutzt, was jedoch unvollständig und unübersichtlich umgesetzt war (wohl eher ein konzeptionelles Problem). Beim Umstieg auf FP3 fiel dann die Entscheidung auf AMS. Von einem "Mischbetrieb" (DEM und AMS gleichzeitig) zur Berechtigungsverwaltung ist abzuraten, da die Berechtigungen, welche im DEM festgelegt wurden, dieselben im AMS übersteuern.

Generell ist das Thema nicht zu unterschätzen. Es empfliehlt sich, die entsprechenden Rollen (AMS) und DEMs (Rollen/Modelle) in einem Testsystem oder zumindest für Testbenutzer umzusetzen. Vor allem das Thema AMS erfordert etwas mehr Feinarbeit (ein "Normal"-User darf zunächst nichts) und auch entsprechende User-Menüs sollten erstellt werden. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass bei der Definition und Umsetzung der Berechtigungen die Key-User eine wichtige Rolle spielen - ausserdem sollte man bereit sein Kompromisse einzugehen (AMS ist zwar flexibel, aber manchmal doch nicht, z.B. Freigabe von 'functions').

Gruß

pet

ulrich.fuchs
25th June 2009, 21:01
Eine vernünftige Berechtigungsverwaltung ist im DEM nicht zu machen. Entweder DEM für die Enduser und ein System, das offen wie ein Scheunentor ist, oder kein DEM und sauberes Berechtigungswesen über AMS. Dass der DEM die AMS-Rechte komplett aushebelt (sprich: Er kann einen User Schreibrechte verpassen, auch wenn der User laut AMS keine Schreibrechte hat), hab ich mittlerweile mehrfach als Bug gemeldet, aber Infor stellt sich da stur und findet das prima in Ordnung.

Uli

DFisch
30th June 2009, 11:12
Hi Uli,

ganz so schlimm ist es ja nicht. Der DEM überschreibt ja "nur" die Sessionberechtigung in den Tools. Dessen muss man sich halt bewusst sein.
Die "Grobkonfiguration" der Berechtigungen über den DEM mit dem Vorteil der grafischen Prozessmodellierung macht ja schon gut 80% aus. Diese dann über Feintuning der Berechtigungen auf Tabellenebene optimieren.
Aber: für alle Varianten ist, wie von Hr. Urbaneck bereits angemerkt, ein durchdachtes Konzept notwendig, insbesondere in Multisiteumgebungen, wie bei Hr. Wunderle.

Die Kombination von DEM mit den Tools-Berechtigungen läuft ja auch in einigen Projekten gut.

Gruß Dirk

keni99
19th October 2009, 18:55
Ich kann mich der Aussage von Hr. Fischer nur anschließen.
Ich nutze unter ERP LN konsequent von Anfang an DEM und Tools gemischt - funktioniert wunrderbar. D.h. Sessions und deren "Unterprogramme", also Verzweigungen über Menü oder Button, sowie über Zoom erreichbare andere Programme mit Brechtigungen und ggf. zusätzlich Unterprogrammmodellierung je Rolle festlegen. Alles was dann auf Tabellen- und/oder Feldinhaltsebene geht erledige ich dann mit Tools.
Läuft alles sehr performant.
Habe allerdings einiges an Ideen wie man sowohl den Tools-Bereich als auch die DEM-Berechtigungen eleganter und effizienter gestalten könnte um dem Admin Erleichterung in der Pflege zu verschaffen, aber wie immer bei Infor sind das Enhancements und es braucht eine genügend breite Kundenbasis mit gleichen Wünschen um dort schnell Abhilfe zu schaffen.