Rouge1
13th February 2004, 17:01
Hallo,

wir wollen in Zukunft ein Halbfabrikat außer Haus zur Weiterbearbeitung geben. Um die Kosten abzudecken verwenden wir die Fremdbearbeitungsartikel.
Ein Produktionsauftrag ist angelegt. Dieser wird in eine Bestellung überführt.

Der WE wird gebucht, der Produktionsauftrag wird gebucht usw. Funktioniert alles, ganz wunderbar.

Wir können die Kosten mit Hilfe der Berechnungsmetode Fester Betrag, Fremdbearbeitungsfaktor, oder aber auch -kostensätze berechnen. Alles ist irgendwie umständlich, weil unsere Vorratseinheit sowohl vom Halbfabrikat als auch vom Fertigfabrikat Stück ist. Unser Fremdbearbeiter verwendet aber als Preiseinheit Pack. Diese Preise sind noch einmal nach Formaten unterteilt. D.H. Ich habe 9 unterschiedliche Packpreise.

Ein Pack kann je nach Artikel aus 1, 2, 3, 4, 5, 6, 10 ,20, oder 100 Stück bestehen.

1 Pack kostet z.B. 1,-- €

1 er Pack = 1 Stück kostet 1,-- €
2 er Pack = 1 Stück kostet 0,50 €
3 er Pack = 1 Stück kostet 0,3333 €
4 er Pack = 1 Stück kostet 0,25 €
10 er Pack = 1 Stück kostet 0,10 €

Wollen wir alles über Festen Betrag abbilden, brauchen wir 81 (9 Packpreis x 9 Packinhalte) Arbeitsgänge und 81 Fremdbearbeitungsartikel

Wenn wir mit dem Fremdbearbeitungsfaktor arbeiten wollen brauchen wir 9 (9 Packpreis)Arbeitsgänge und 9 Fremdbearbeitungsartikel.
Der Umstellungaufwand wäre zwar enorm, aber ok.
Nur wie bekomme ich den Fremdbearbeitungsfaktor konfiguriert?

Den Preis kann ich auch mit unterschiedlichen Produktionsraten abbilden. Damit ich wiederum aber keine Probleme mit der Durchlaufterminierung bekomme, müßte ich meine Mitarbeiter - Maschinenbelegung auf 999 setzen. Eir verwenden nur eine Pufferzeit von 5 Arbeitstagen.

Jetzt ist mir eingefallen, ich könnte doch auch noch mit Umrechnungsfaktoren arbeiten, welche ich pro Fertigungsartikel hinterlege. Bei dieser Konstellation bräuchte ich dann wieder nur 9 Arbeitsgänge.
Also habe ich den Fremdbearbeitungsartikel als Pack (EK-Mengeneinheit und EK-Preiseinheit) angelegt. Beim Fertigungsartikel (Vorratseinheit, Lagereinheit, EK-Mengeneinheit alle Stück und EK-Preiseinheit 100 Stück) habe ich den entsprechenden Umrechnungsfaktor von Stück auf Pack angelegt.

Ich bin jetzt davon ausgegangen, dass BaaN beim FREMDBEARBEITUNGSAUFTRÄGE ERSTELLEN dies berücksichtigt. Leider nein. Als Mengen- und Preiseinheit wird in der Bestellung immer Stück herangezogen.
Ist das ein Fehler oder funktioniert die Umrechnung bei Fremdbearbeitung prinzipiel nicht.

Vor allem brauchen wir auch bei einer eventuellen Preisänderung eine leichte Umstellung.

Besten Dank für Eure Hilfe.

Gruß Michael

klixy23
16th February 2004, 18:04
Wir haben ein ähnliches Problem. Die Preise sind teilweise so gering, daß sie nur per 100 oder per 1000 angegeben werden können. Auch bei uns scheiterten alle Versuche, irgendwie eine Preiseinheit für Fremdbearbeitungsartikel hinzubiegen. Selbst über GTM direkt in den Artikelstamm hineingeänderte EK-Preiseinheiten werden schlichtweg beim Erstellen der FB-Bestellung ignoriert. Was hier wirklich fehlt, ist das Fremdbearbeitungskostensätze eine Preiseinheit bekommen können.

Ich habe für unseren Fall einen Workaround programmiert, der im wesentlichen aus einer Zusatztabelle mit den FB-Kosten und einer Preiseinheit besteht, nebst Verwaltungssession, die optimalerweise als Zoomprogramm aus den FB-Kosten heraus gestartet wird und einem Korrekturprogramm, das die erstellte FB-Bestellung mit dem richtigen Preis und Preiseinheit versorgt. Die wird vor dem weiteren Bearbeiten/Drucken der Bestellung gestartet.

Gerne gebe ich dazu auch speziellere Tips.